Kloster Menzingen

Umbau, Erweiterung und Teilumnutzung einer Klosteranlage

Ort - Menzingen CH
Auftraggeber - Schwestern vom Heiligen Kreuz
Datum - 2020
Fläche - 8'000 m²

Wettbewerb auf Einladung - 3. Rang
In Zusammenarbeit mit Rolf Schaffner Architekt
Landschaft - Balliana Schubert Landschaftsarchitekten
Bauingenieur - Weber Ingenieurbau
Projektberatung - Zeugin Gölker Immobilienstrategien
Die Gesamtanlage des Klosters ist ein herausragendes historisches Zeugnis für die Architektur klösterlicher Gemeinschaften in der Schweiz, aber auch für die lange und reichhaltige Geschichte des Lebens und Wirkens der franziskanischen «Schwestern vom Heiligen Kreuz» in Menzingen, Kanton Zug. Der Wettbewerb betrifft die Umnutzung vom Ost- und Südtrakt. Das Programm ist vielfältig und umfasst eine Musikschule, Künstler-Ateliers, Büroflächen, ein Bistro, eine Kita und circa 60 neue Mietwohnungen mit verschiedenen Gemeinschaftsräumen.
Ziel des Projekts ist es, das Kloster wieder offenerer und durchlässiger zu gestalten – ähnlich seinem ursprünglichen Zustand. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der geschützte Bestand zurückhaltend umgebaut und mit zwei neuen Volumen das gesamte Erscheinungsbild ergänzt. Trotz diesen Veränderungen soll der ursprüngliche Charakter der gesamten Anlage erhalten bleiben – dazu werden passende Verwendungen für den Ist-Bestand gesucht, damit mit möglichst wenig neuen Eingriffen die optimale Nutzung des Klosters erreicht wird.
Dank der Aufteilung des Erdgeschosses werden gesellschaftliche Interaktionen und Nachbarschaft gefördert: In den Ecken der Anlage befinden sich publikumsorientierte Nutzungen wie das Bistro und die Kita, die zusätzliche Interaktion mit der Gemeinde generieren. Alle Wohnungen haben eine zweiseitige Orientierung und sind sowohl mit dem gemeinschaftlichen Innenhof als auch mit der umliegenden Landschaft visuell verbunden.
Ein viergeschossiger Wohnungsbau wird neu erstellt, inklusive Tiefgarage mit 42 Parkplätzen und direkter Verbindung zu allen Häusern. Der neue Baukomplex wird die Volumina der Anlage sorgfältig ergänzen. Eine innere Vernetzung verbindet alle Treppenhäuser und alle gemeinschaftlichen Räumlichkeiten im Erdgeschoss. Der Innenhof, der heute nach aussen geschlossen und zweigeteilt ist, wird durch die verschiedenen Ebenen, die zum Südflügel abfallen, räumlich geöffnet und durch einen neuen Durchgang im Ostflügel auch von aussen zugänglich gemacht.
Der Innenhof verbindet nicht nur alle Eingänge des Gebäudes, sondern beherbergt auch verschiedene Funktionen: Auf der oberen Ebene ist er der Aussenraum für die eher öffentliche Nutzung des Museums und des Bistros, während er auf den unteren Ebenen Treffpunkt und Erholungsraum für alle Bewohner der Anlage ist.

Diese soziale Mitte wird durch die Gärten im Innenhof gefördert, wo jeder Bewohner Grünflächen bepflanzen darf. Die Pergola im Westen bietet Schutz vor der Sommersonne und öffnet den Hof zur Landschaft hin.
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